Festakt mit Landesrat Johann Seitinger im Ufo des Unternehmens im Gewerbepark.

Den Hauptpart des Festaktes bestritt Landesrat Johann Seitinger, der nach der Begrüßung der Gäste – darunter Wirtschaftsbunddirektor Mag. Kurt Egger, Margareta Deix von der Wirtschaftskammer Deutschlandsberg und Bürgermeister OSchR Walter Eichmann – durch Firmenchef Alois Mochart auf die Firmengeschichte der mhs GmbH zu sprechen kam. „Ich bin heute gut vorbereitet“, leitete er mit einem Bonmot ein, als er bei der seinerzeitigen Überreichung des Ortswappens in Ilz das Wappen nicht zur Hand hatte. „Oft schon bin ich vorbeigefahren“, verriet Seitinger, dass er den markanten Bau mit dem Ufo schon immer mit Innovation in Verbindung gebracht habe. „Nun“, zeigte er sich befriedigt, „bin ich eingekehrt und kann mir im Inneren ein Bild davon machen.“

„Die Verleihung des Landeswappens erfolgt recht selten“, betonte der Landesrat, dass die in Frage kommenden Betriebe sehr genau angeschaut werden. Denn das Siegel solle nach außen hin ein Zeichen für höchsten Standard, Qualität, Kompetenz und soziale Haltung setzen. „Es muss einfach stimmig sein“, fügte er an, dass die Auszeichnung auch nach innen für Geschäftsführung und Mitarbeiter wirken solle. „Ihr lebt diese Verlässlichkeit“, stellte er fest, dass bei der mhs GmbH das Wertegerüst einfach passe.

Auch das Installationsunternehmen Mochart hat, so Seitinger, einmal klein begonnen. Der Umgang mit dem elitären Lebensmittel Wasser sei aber immer innovativ, die Entwicklung der Uni-Boxen daher ein logischer Schritt gewesen. „Die hätte ich bei meinem Hausbau vor dreißig Jahren gebraucht“, führte er an, dass dieses intelligente Produkt heute europaweit gefragt sei. Für ein Unternehmen zähle aber die Gesamtheit des Angebotes, das eine laufende Verantwortung mit sich bringe. Die gelte auch für die rund fünfzig Mitarbeiter im Betrieb. Er bezeichnete diese verantwortungsvolle Art an Betrieben als Rückgrat für die Wirtschaft, die ein positives Signal in wirtschaftlich problematischen Zeiten aussenden. Eines dieser Probleme sprach er an: „Wir müssen im Land versuchen, behindernde Vorschriften wegzuarbeiten.“

In seiner Laudatio sprach Johann Seitinger den Status des Betriebes als Familienunternehmen an. „Ohne den familiären Zusammenhalt“, deutete er auf die Nachfolgegeneration mit Tochter Katja, Sohn Elmar und den Enkelkindern Amin und Alex, hätte eine derart positive Entwicklung nicht stattfinden können. Ein großes Verdienst sei dabei gewesen, das Lebensmittel Wasser als solches in den Mittelpunkt zu stellen. „Die Versorgung der Menschheit mit Wasser ist eine riesige Herausforderung“, merkte er an, dass allein in der Steiermark Rohrleitungen von 40.000 Kilometern Länge verlegt sind. Den besonderen Fokus richtete er auf die Entwicklung der kompakten Uni-Boxen, die einen enormen Innovationsschritt in der Entwicklung des Unternehmens darstellten.

Mit sichtlicher Freude überreichte Lebensressortlandesrat Seitinger die Berechtigungsurkunde zur Führung des Steirischen Landeswappens. Unterzeichnet war die Urkunde von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer, der, wie Seitinger anmerkte, in den innenpolitisch bewegten Zeiten nicht zur Verleihung habe kommen können. Auch das unterstreicht den Familiensinn: Die Firmenchefs Rosina und Alois Mochart waren erst zum Gruppenfoto bereit, als sich auch Tochter, Sohn und Enkelkinder dazugesellten.

„Wir leben im Jetzt und Morgen“, betrachtete Alois Mochart die Ehrung als Auszeichnung für die Leistungen des Gestern. Und als Zeichen, dass vieles in der Entwicklung richtig war, als die Technologie von der Steiermark aus revolutioniert wurde. Es gelte nun, so der gestandene Unternehmer, sich weiter der Herausforderung Ausland zu stellen. Eminent wichtig sei dabei, dem Element Wasser zusätzliche Wertschätzung zukommen zu lassen. Mit Wissen und Herz, wie er sich ausdrückte, um der Auszeichnung gerecht zu werden.

Mit zwei Beispielen charakterisierte er die Befindlichkeit des Betriebes. Auf der einen Seite seien engagierte Mitarbeiter zum Wohl des Unternehmens – stellvertretend gratulierte er Franz Grill zu seinem Geburtstag – im Einsatz, auf der anderen Seite – er sprach die geplante Erweiterung durch einen Zubau an – verwies er auf bürokratische Hürden, die einen Standort in Frage stellen können. Dennoch: Der Eröffnung der Welt des Wassers am 15. Juli (10.30 Uhr) wird nichts im Wege stehen.

„Da steckt viel Herzblut drinnen“, bezeichnete Bürgermeister den Firmenchef als Philosophen, Motivator und Vorausdenker, der nach innen für die Mitarbeiter und nach außen für das Unternehmen und die Marktgemeinde auf dem richtigen Weg sei. „Die Zuerkennung des Landeswappens ist mehr als gerechtfertigt“, versprach er, sich in der Sache Erweiterungsbau und der eingeforderten Betriebsfeuerwehrpflicht einzusetzen.