Das Gastlokal sollte in drei Monaten, der Veranstaltungsbereich bis Ende des Jahres fertig sein.

Die Schrecken des 5. März, als die „Hofer Mühle“ Opfer eines Brandes wurde, sind bei den Bewohnern des Erzherzog-Johann-Marktes noch in tiefer Erinnerung. „Für mich sind sie die großen Helden“, sprach Alicia Wastian im Namen aller Bewohner, als sie den Feuerwehrleuten ihren aufrichtigen Dank ausdrückte. Ihnen war es gelungen, durch den exakt koordinierten Einsatz von Atemschutz- und Löschtrupps acht Menschen aus dem brennenden Gebäude zu retten.

„Die Hofer Mühle ist eine viel genutzte Location“, sprach Bürgermeister OSchR Walter Eichmann von einem großen finanziellen und emotionellen Schaden. Betroffen davon war nicht nur die Marktgemeinde, die etwa mit den Gemeinderatssitzungen oder der Bundespräsidentenwahl in ein anderes Lokal ausweichen musste, in Mitleidenschaft gezogen wurden auch viele Vereine, denen mit der „Hofer Mühle“ ihr Veranstaltungsraum abhandenkam und das Team Johann Schmuck, das über Nacht sein Lokal verlor.

Mittlerweile wurden Kummer und Betroffenheit von großer Zuversicht abgelöst. In Abstimmung mit der involvierten Versicherung unternehmen Marktgemeinde und Eigentümergemeinschaft im Gleichschritt intensive Anstrengungen, das Lokal, den Veranstaltungssaal einschließlich Keller und Infrastruktur und die Wohnungen wiederherzustellen. Ein bedeutendes Wort fällt dabei dem Denkmalamt zu, das eine möglichst getreue Wiederherstellung im Auge hat, sich beim einen oder anderen Punkt aber gesprächsbereit zeigt. So dürfte einer Vergrößerung von Erschließungszugang und Stauraum und dem Ausbau des bislang freien Dachraumes nichts in Wege stehen.

Das Problem bei den aktuell laufenden Arbeiten: Das Abtragen der zerstörten Substanz muss gut mit den Wiederaufbauschritten koordiniert werden. Absoluten Vorrang genießt, die Feuchtigkeit aus Böden, Mauern und Wänden zu bekommen. Zur gleichen Zeit müssen aber bereits die Ausschreibungen für die einzelnen Arbeitsstufen gesetzt werden. „Für die Mühle gilt absolute Priorität“, verrät Bauamtsleiter Ing. Karl Herunter das Ziel, das Speiselokal in etwa drei Monaten fertig zu haben. Für die restlichen Räume will er sich keinen Zeitplan entlocken lassen: „Es arbeiten alle mit Hochdruck an der Fertigstellung der übrigen Bereiche.“

 

Gerhard Langmann