Rund 600 Gäste beim 13. Jungbauernball in der Landwirtschaftlichen Fachschule Stainz.

Die Ziffer 13 war nicht Hemmnis, sondern Ansporn für den Jungbauernball der Landjugend des Bezirkes Deutschlandsberg am vergangenen Samstag in der Landwirtschaftlichen Fachschule Stainz. Viele Mitglieder aus den Ortsgruppen hatten sich in den Dienst des Balls gestellt und fleißig beim Aufbau der einzelnen Stationen mitgeholfen. So konnten die Besucher schon im (neuen) Empfangszelt den Eindruck gewinnen, herzlich willkommen zu sein.

Trotz des Umbaus an der Schule hielt das Organisatorenteam um Bezirksobmann Mattäus Edegger und Bezirksleiterin Sandra Unterkofler an der bewährten Unterhaltungsinfrastruktur fest. Das musikalisch-tänzerische Geschehen spielte sich im großen Festsaal ab, wo die „Pagger Buam“ mit Schmiss, Witz und abwechslungsreicher Musik für Stimmung sorgten. Dank Mario Pagger kennen wir jetzt auch den kürzesten Witz? Ein Musiker schlägt ein Getränkeangebot aus. Einen Stock tief klangen die Töne schon etwas anders, die Mannen vom Disco Inferno DJ-Team sorgten mit Adele, Justin Bieber und Namika, dass der Funke sofort übersprang.

Ein Highlight in sich stellte die Eröffnungspolonäse der Bezirkslandjugend dar. Choreograph Franz Hüttinger hatte aus einem Konglomerat aus Polka, Beat und Volkstanz ein schwungvolles Feuerwerk an Figuren, Szenen und lustigen Einlagen kreiert, die das Publikum zu begeistertem Applaus hinriss. Nichts war es mit dem eingespielten Dschungelbuch-Thema von der Gemütlichkeit, die Tänzer/innen wurden bei den Hebe-, Halte und Drehfiguren an ihre athletischen Grenzen gebracht. Das Einläuten des Balls, wie Katharina Loibner als hin- und hergeworfener Uhrzeiger andeutete, gelang damit eindrucksvoll: Die Gäste folgten dem Text von Balu, der das Wegjagen des Alltags und der Sorgen vorgegeben hatte.

Recht freundschaftlich fiel die Begrüßung der Besucher – darunter Bürgermeister OSchR Walter Eichmann, Stadtpfarrer István Holló, Kammersekretär Ing. Michael Temmel, Bezirksbäuerin Maria Ruhhütl und Marlies Hiebaum, Johannes Fiedler vom Landesverband – durch Matthäus Edegger und Sandra Unterkofler aus. „Wir heißen euch herzlich willkommen“, bezogen sie Vertreter der Landjugendbezirke, ehemalige Funktionäre und Schüler in ihr Welcome ein. Ebenso für das „ehemalig“ stand Absolventenverbandsobmann Ing. Mario Kühweider, dessen Grußworte auch als Wegweiser durch das Ballgeschehen gesehen werden konnten. Von ihm erfuhren die Gäste, wo sie Essen und Getränke bestellen konnten. Er informierte aber auch, wie man die fünf aufgebauten Schankstände von der Kaffee- über die Wein-, Bierbar bis zum „Damischen Hirschen“ erreichen konnte. Wo war Nummer 5? Im Außenbereich, wo man zum Glühwein auch gleich eine Zigarette rauchen konnte. Auch ein toller Tipp: „Im Glückshafen finden Sie ausschließlich regionale Produkte.“ „Wir haben keine Mühen gescheut“, wünschte Direktor Ing. Franz Mörth allen Besuchern eine tolle Ballnacht. „Fühlen Sie sich wohl“, eröffnete er den Event in Opernball-Manier: Alles Walzer!

Die Gäste ließen sich das nicht zweimal sagen und stürzten sich umgehend in das Gedränge. „Heute ist so ein Anlass“, gestand Jennifer Koch, dass sie gerne Tracht trägt und sich in einem trachtigen Umfeld wohlfühlt. Seinen Steireranzug fand auch Christoph Strohmeier lässig, gekommen ist er aus einem anderen Grund: „Ich kann viele alte Freunde treffen.“ Ihren ersten Jungbauernball absolvierte Stefanie Kasser. Ein Handicap? Nein, denn: „Ich kenne so viele Leute, das kann nur eine Gaudi werden.“ Ebenfalls auf den Reiz des Wiedersehens setzte Andreas Neßhold: „Mich haben Freunde eingeladen, da kann man nicht absagen.“

Die Bänke an den Tischen lichteten sich erst weit nach Mitternacht. So wurden alle Gäste Zeugen einer besonderen Mitternachtseinlage. Die Schüler der Landwirtschaftlichen Fachschule zeigten in ihrer Einlage, was man mit Hammer, Säge und anderen Werkzeugen bei einem Schuhplattler anfangen kann. Übrigens: Fotos von Mitternachtseinlage, Fotoecke und Ballgeschehen sind unter www.deutschlandsberg.landjugend.at zu finden.

 

 Gerhard Langmann