Security-Mann Markus Schimpl mit seinen erfolgreichen Tipps zur Selbstbehauptung.

Die Absatzzahlen des im März vorgestellten Buches „Ich rette mich“ zeigen, dass Autor Markus Schimpl aus Stainz einen Nerv der Zeit getroffen hat. Auf 206 Seiten beschreibt er Muster und Techniken, wie man sich vorbeugend richtig und in Fällen eines Angriffes verhalten soll. Das Buch ist in die Kapitel Selbstbehauptung, Selbstverteidigung und Prävention unterteilt und enthält Ratschläge für die Altersgruppen von sechs bis zehn, elf bis 14 und 15 bis 99 Jahren. „Es ist für jedermann leicht verständlich geschrieben“, verrät Schimpl, dass 175 Bilder zur Illustration des bahnbrechenden Buches dienen.

Im Buch hat Markus Schimpl, der heute die Firma „Closeprotection.at Schimpl KG“ führt, auf sein Knowhow aus seiner internationalen Erfahrung im Personenschutz zurückgegriffen. Demnach gibt es für Sechs- bis Zehnjährige keine realistische Möglichkeit zur Selbstverteidigung. „Allerdings“, schränkt er ein und verweist auf den Fall Kampusch, „sollen die Kinder auf ihr Bauchgefühl hören.“ Soll heißen: Wenn Kindern eine Situation ungewöhnlich oder beklemmend vorkommt, sollten sie intuitiv reagieren. Abstand halten, stehen bleiben, zurückgehen oder Hilfe rufen sind derartige Reaktionen.

Für elf- bis 14-jährige Kinder ist eine Selbstverteidigung im Stand bereits möglich. Das Wichtigste dabei: gut auf den Beinen stehen. Mit eng zusammenstehenden Beinen ist es in keiner Richtung möglich, kräftig gegenzudrücken, bei einem Abstand der Füße in Schulterbreite hingegen schon. Penibel beschreibt der Autor, wie gegen Tritte von vorne, Würgen von hinten und Umklammerungen vorgegangen werden soll. In der Altersgruppe für Erwachsene beschreibt Markus Schimpl zusätzlich zur Selbstverteidigung im Stand die Abwehr am Boden. Bauch-, Seiten- oder Rückenlage werden als Ausgangsposition für eine effektive Abwehr angenommen. Des Weiteren werden Verhaltenssituationen im Haus, im Auto oder in der Wohnung analysiert. Selbst dem Umgang mit persönlichen Daten widmet er sein Augenmerk. Als Merksatz zu allem kann der Spruch, dass die Kraft in der Ruhe liegt, gelten.

Mit Begriffsbestimmungen und gesetzlichen Grundlagen bietet Markus Schimpl auch einen Einblick in juristisches Feld. Für Kindergärten und Schulen bietet er die Möglichkeit von Schulungen an, die alltägliche Gefahrenzonen zum Inhalt haben. „Ein Buch sollte in jeder Schule aufliegen“, ist Schimpl stolz, dass durch das richtige Verhalten von Kindern nach einer derartigen Schulung sogar Unholde festgenommen werden konnten.

Gerhard Langmann