STAINZ. – Der weltweit begangene World Yoga Day machte auch in Stainz Station. Yoga-Lehrerin Victoria Heinrich lud Interessierte zu zwei Übungseinheiten in den Gymnastikraum des Kindergartens ein. Die Zeit war exakt vorgegeben: Auf der ganzen Welt wurde von 11-13 Uhr geübt, damit ergab sich durch die Zeitzonen eine weltweit durchgängige Präsenz von 24 Stunden.

In Stunde 1 ging es vordergründig um die Problemzone Nacken und Rücken, wobei die Atmung – wie bei den meisten Übungen – eine entscheidende Rolle spielte. „Verabschiede dich von negativen Gedanken“, riet die Yoga-Lehrerin, die Atmung tief in den Bauch hinein zu verlegen und die Leichtigkeit in das Herz einziehen zu lassen. Langsam ließ sie danach die Teilnehmer in den Körper zurückfinden und zunächst Finger, Zehen und in der Folge Arme und Beine bewegen. Mit angezogenen Knien folgte ein leichtes Kreisen aus der Wirbelsäule heraus.

„Man kann nichts falsch machen“, lud Victoria Heinrich in der Folge zu weiteren Atemübungen ein. Mit dem Zeigefinger der rechten Hand das linke Nasenloch zuhalten, lautete die nächste Vorgabe, die dann umgekehrt und mit geschlossenen Augen auszuführen war. Bei der Sonnenatmung wurde der Oberkörper gut abgeklopft, wobei das Ausatmen mit ausgestreckter Zunge erfolgte. Hockend, mit rechter Hand und linkem Fuß ausgestreckt ging es schließlich um die Stärkung der Wirbelsäule, während die Übung mit den seitlich ausgestreckten Armen auf die Kräftigung des Rückens ausgelegt war.

Beim Lösen von Verspannungen in Stunde 2 standen die Faszien, ein Bindegewebe, das unsere inneren Organe umspannt, im Mittelpunkt. „Wir wollen allfällige Verklebungen lösen“, ging Victoria Heinrich mit Kernübungen wie Taube, Rückbeuge, Kindstellung oder Hundestreckung gezielt auf mögliche Verspannungen ein. „Man darf die Übung ruhig spüren“, appellierte sie, sich zwar intensiv einzubringen, den Bogen aber keinesfalls zu überspannen. Am besten war es, wenn man das unangenehme Gefühl wegatmen konnte.

Der World Yoga Day geht stets mit einer karitativen Aktion einher. Im heurigen Jahr entschied sich Victoria Heinrich, die freiwilligen Spenden der Kinderkrebsstation am Landeskrankenhaus Graz zur Verfügung zu stellen.

 

Gerhard Langmann